Brüchiges Leder retten: warum Autoleder im Hochsommer reißt
Jasper von Detailing1 |
Koch-Chemie
Heavy Cut Foam Pad "Rot" Abrasiver Schleifschwamm / Polierpad (2024)
Extrem abrasives Polierpad für tiefe Kratzer und Verwitterungen
Koch-Chemie
Micro Cut Soft Foam Pad "Violett" (Weich) Antihologrammschwamm / Polierpad (2024)
Weiches Polierpad für empfindliche Lacke und streifenfreies Finish
Koch-Chemie
Fine Cut Foam Pad "Gelb" Mittelharter Schleifschwamm / Polierpad (2024)
Mittelharter Schleifschwamm für mittel-starke Kratzer
Koch-Chemie
One Cut Foam Pad "Orange" Mittelharter 2in1 Schleifschwamm Polierpad (2024)
Polierpad für Kratzerentfernung und Finish in einem Schritt
Koch-Chemie
Polish & Sealing Foam Pad "Grün" Weicher Finishschwamm / Polierpad (2024)
Extra weiches Versiegelungspad für makelloses Finish
Koch-Chemie
Micro Cut Hard Foam Pad "Violett" (Hart) Antihologrammschwamm / Polierpad (2024)
Hologrammfreies Finish auf high-solid Lacken mit hartem Polierpad
Koch-Chemie
Micro-Cut-Pad "Violett" Polierpad Schleifschwamm
SONAX
PROFILINE ExzenterPad medium Polierpad
ExzenterPad medium — Mittelschnittiges Polierpad für DA-Exzenter
SONAX
PROFILINE ExzenterPad hart Polierpad
ExzenterPad hart — Profi-Polierpad für DA-Exzenterpolierer
Rupes
"D-A" Coarse (9.MF Series H) Mikrofaser Polierpad Blau
Extreme Schneidleistung und perfekte Ergebnisse für harte Lacke
Rupes
"D-A" Medium Wool (9.NW Series M) Wolle Polierpad Gelb
Flexible Woll-Polierpads für perfekte Ergebnisse

Quick Detailer frischt den Finish zwischendurch auf
Rupes
"D-A" Coarse Wool (9.NW Series H) Wolle Polierpad Blau
Hochwertige Woll-Polierpads für maximale Schleifkraft
Was macht ein Polierpad? Es überträgt die Politur auf den Lack und entscheidet über Material und Härte, wie viel Abtrag dabei entsteht. Schaum reicht vom groben Schleifschwamm bis zum weichen Finishpad, Wolle schneidet am stärksten, Mikrofaser liegt dazwischen. Bei Detailing1 findest du Pads von Koch-Chemie, SONAX, ZviZZer und Rupes.
Polierpads sind die Arbeitsfläche zwischen Poliermaschine und Lack. Sie nehmen die Politur auf, geben den Anpressdruck der Maschine an die Fläche weiter und bestimmen über ihr Material, wie viel Klarlack dabei tatsächlich abgetragen wird. Schaumpads decken den Bereich vom groben Schleifschwamm bis zum weichen Finishpad ab, Wolle und Mikrofaser schneiden darüber hinaus. Ohne das passende Pad bleibt jede Politur unter ihren Möglichkeiten.
Praxistipp von Detailing1: Bei uns landen oft Anfragen zu Hologrammen, die nach dem letzten Durchgang im Streiflicht auftauchen, obwohl das weiche Finishpad im Einsatz war. Die Ursache ist selten die Politur. In den meisten Fällen lief das Pad da schon über die halbe Fahrzeugseite und war mit Abtrag gesättigt, sodass es die Fläche nur noch geschmiert statt gefinisht hat. Bürste das Pad nach jedem Bauteil bei laufender Maschine aus und leg dir für jeden Arbeitsschritt mehrere Pads zurecht. Ein frisches Pad kostet weniger als der zusätzliche Durchgang, den du sonst fahren musst.
Abtrag entsteht aus drei Faktoren: dem Schleifkorn in der Politur, dem Druck, mit dem es auf den Lack gepresst wird, und der Reibung, die dabei entsteht. Zwei dieser drei Faktoren steuerst du über das Pad.
Ein festes, grobzelliges Schaumpad gibt den Anpressdruck der Maschine fast verlustfrei an die Fläche weiter und hält das Korn stramm gegen den Klarlack. Ein weiches Finishpad federt denselben Druck ab, verteilt ihn auf mehr Fläche und lässt das Korn eher über die Oberfläche gleiten als hineinarbeiten.
Praktisch heißt das: Dieselbe Politur wird auf einem Schleifschwamm zur Kratzerentfernung und auf einem weichen Pad zum Finish. In der Praxis verschiebt der Padwechsel eine Politur um rund eine Stufe in beide Richtungen, und genau diese Spanne nutzt du, statt für jeden Fall eine eigene Flasche zu kaufen.
Aus unserer Praxis ist das der Punkt, an dem die meisten Kunden Geld sparen. Wer bereits eine mittlere Politur im Regal hat, kommt mit einem groben und einem weichen Pad weiter als mit einer zweiten und dritten Flasche. Das Politur-Sortiment ist dann Feinjustierung, das Pad die grobe Stellschraube.
Die Grenze dieser Regel gehört dazu. Ein Pad ersetzt keine Politur, es verschiebt sie nur. Eine reine Finishpolitur mit sehr feinem Korn holt auf einem groben Schaumpad keine tiefen Kratzer heraus, sie zieht dir stattdessen einen matten Schleier über das Panel, den du danach wieder wegarbeiten musst.
Umgekehrt gilt dasselbe. Eine Schleifpolitur auf einem weichen Finishpad schneidet weniger, hinterlässt aber trotzdem die Spuren ihres groben Korns. Wer das eine gegen das andere ausspielt, verliert Zeit. Die Kombination entscheidet, und die Reihenfolge dabei ist immer vom groben zum feinen Pad.
Alle Schaumpads bestehen aus Polyurethan, und trotzdem liegen zwischen dem gröbsten und dem feinsten Pad Welten. Der Unterschied steckt in der Zellstruktur.
Zellstruktur meint die Größe und Offenheit der Luftkammern im Schaum. Grobe, offene Zellen bilden ein sperriges Gerüst mit vielen scharfen Stegen, die das Schleifkorn halten und beim Drehen wie unzählige kleine Schaber über den Lack ziehen. Feine, geschlossene Zellen ergeben eine fast glatte, nachgiebige Oberfläche. Merkst du daran: Je gröber die Zellen, desto mehr Kratzertiefe holst du in einem Durchgang heraus und desto mehr Nacharbeit brauchst du danach.
Am oberen Ende steht der abrasive Schleifschwamm für den ersten Schnitt. Der Koch-Chemie Heavy Cut Foam Pad „Rot" ist hier unser meistverkauftes Pad und gehört auf verwitterte, tief verkratzte Lacke, bei denen ohne echten Abtrag nichts passiert.
Die Mitte ist der Bereich, in dem die meisten Fahrzeuge tatsächlich bearbeitet werden. Das Koch-Chemie One Cut Foam Pad „Orange" ist als mittelharter Allrounder für den Ein-Schritt-Durchgang ausgelegt, das Koch-Chemie Fine Cut Foam Pad „Gelb" setzt eine Stufe darunter an. Beim SONAX PROFILINE ExzenterPad medium heißt dieselbe Position schlicht medium.
Am feinen Ende arbeiten die Antihologramm- und Finishpads. Das Koch-Chemie Micro Cut Soft Foam Pad „Violett" nimmt die letzten Schleifspuren aus dunklen Lacken, das Koch-Chemie Polish & Sealing Foam Pad „Grün" trägt Finishpolituren und Versiegelungen auf, ohne selbst noch abzutragen.
Eine Warnung zu den Farben, weil sie regelmäßig für Ärger sorgt: Es gibt keinen herstellerübergreifenden Farbcode. Rot ist bei einem Hersteller das gröbste Pad und beim nächsten ein Finishpad. Verlass dich nie auf die Farbe eines Pads aus einer anderen Serie, sondern auf die Bezeichnung. Wir sehen häufig, dass genau hier ein Lack unnötig Substanz verliert.
Es gibt Lacke, an denen selbst der gröbste Schaumschwamm nur langsam vorankommt. Harte Klarlacke aus deutscher Serienfertigung gehören dazu, stark verwitterte Flächen ebenso. Dann wechselt das Material.
Ein Wollpad arbeitet völlig anders als Schaum. Statt einer geschlossenen Fläche stehen tausende einzelne Fasern vom Trägerband ab, und jede Faserspitze ist ein eigener Kontaktpunkt zum Lack. Zwischen den Fasern zieht dabei ständig Luft durch. Im Alltag merkst du das doppelt: Der Abtrag steigt deutlich, und die Fläche bleibt trotzdem kühler als unter einem gleich groben Schaumpad.
Der Preis dafür ist die Nacharbeit. Wolle hinterlässt ein eigenes Schleifbild, das im Streiflicht als feines Kratzernetz sichtbar bleibt. Nach einem Wolldurchgang folgt deshalb immer mindestens ein weiterer Schritt mit Schaum, sonst siehst du das Ergebnis bei der ersten Sonne wieder.
Mikrofaserpads sind der jüngere Kompromiss und wurden für Exzentermaschinen entwickelt. Kurze, feste Fasern auf einem Schaumkern schneiden näher an Wolle, finishen aber näher an Schaum. Das spart bei großen Flächen einen kompletten Arbeitsgang.
Ihre Schwäche ist die Sättigung. Die Faserdecke legt sich unter Wärme und Politur flach und setzt sich schneller zu als jeder Schaum. Ein Mikrofaserpad gehört nach jedem Bauteil ausgebürstet, sonst verliert es innerhalb weniger Minuten den Vorteil, für den du es gekauft hast.
Filz spielt in einer eigenen Liga und arbeitet nicht auf Lack. Das SONAX PROFILINE FilzPad 125 ist für Glas gedacht, wo es zusammen mit einer Glaspolitur Wischerspuren und feine Verätzungen aus der Scheibe holt. Auf Klarlack hat Filz nichts zu suchen, dort ist er schlicht zu hart.
Ein Polierpad hat eine begrenzte Aufnahmekapazität, und die ist schneller erreicht, als die meisten erwarten. Danach arbeitet es gegen dich.
Was sich in den Zellen sammelt, ist eine Mischung aus drei Dingen: nicht verbrauchte Politur, abgetragener Klarlack und Schleifkorn, das sich beim Polieren zerrieben hat. Diese Paste füllt die offenen Kammern von innen auf, bis die Padoberfläche glatt und speckig wird. Praktisch: Der Abtrag bricht ein, die Fläche schmiert statt zu klären, und die Wärme steigt, weil das Pad nicht mehr atmet.
Die Anzeichen sind eindeutig, wenn du sie kennst. Die Politur lässt sich schwerer verteilen, das Pad fühlt sich beim Anfassen glasig statt schaumig an, und im Streiflicht kommt ein feiner Schleier zurück, den du eben noch weg hattest. Spätestens jetzt hilft kein weiterer Durchgang mehr.
Die Zwischenreinigung dauert zwanzig Sekunden. Pad bei niedriger Drehzahl gegen eine Padbürste halten, alternativ mit Druckluft ausblasen oder fest in ein trockenes Mikrofasertuch drücken. Aus unserer Praxis reicht ein Reinigungsintervall pro Bauteil bei Schaum, bei Mikrofaser eher zweimal pro Bauteil.
Nach dem Einsatz gehören die Pads gewaschen, und zwar zeitnah. Ausgehärtete Politur bekommst du später nicht mehr heraus. Lauwarmes Wasser, ein milder Reiniger, das Pad ausdrücken statt auswringen, denn Drehen löst den Schaum vom Klettträger. Trocknen an der Luft bei Raumtemperatur, nie auf der Heizung und nie im Trockner.
Irgendwann ist auch ein gepflegtes Pad am Ende. Erkennungszeichen sind ausgefranste Kanten, eine dauerhaft glänzende Arbeitsfläche und ein Klettträger, der sich an einer Stelle vom Schaum löst. Ein Pad, das nicht mehr plan aufliegt, verteilt den Druck ungleichmäßig und wird zur Hologrammquelle. Wir empfehlen, es dann auszutauschen statt es noch eine Saison mitzuschleppen.
Der Durchmesser bestimmt zwei Dinge gleichzeitig: wie schnell du eine Fläche schaffst und wie aggressiv das Pad an einer Stelle arbeitet.
Für Motorhaube, Dach und Türen sind 125 und 150 Millimeter die Standardgrößen. Sie decken viel Fläche pro Bahn ab und laufen ruhig. Für Spiegelkappen, A-Säulen, Stoßfängerkanten und den Bereich um Türgriffe brauchst du kleine Pads um 75 oder 80 Millimeter, sonst kommst du gar nicht erst an die Stelle heran.
Dabei gilt ein Zusammenhang, den viele unterschätzen: Derselbe Anpressdruck verteilt sich beim kleinen Pad auf deutlich weniger Fläche. Ein 75er Pad schneidet mit derselben Politur spürbar aggressiver als ein 150er und wird auch schneller heiß. Auf schmalen Bauteilen ist das gewollt, an einer großen Fläche brennst du dir damit Stellen ein.
Der Stützteller ist das Bindeglied zur Maschine und wird oft nebenbei gekauft. Er muss kleiner sein als das Pad, fünf bis zehn Millimeter Überstand ringsum sind der bewährte Wert. Steht der Teller vor, trifft seine harte Kante bei der ersten Wölbung auf den Lack, und dieser Schaden ist tiefer als alles, was du gerade wegpolieren wolltest.
Genauso wichtig ist das Zentrieren. Ein Pad, das schief auf dem Klett sitzt, bringt die Maschine aus der Balance, überträgt Vibrationen in dein Handgelenk und arbeitet auf einer Seite mehr ab als auf der anderen. Setz das Pad vor jedem Wechsel bewusst mittig auf und dreh es einmal von Hand durch.
Die Maschine gibt den Rahmen vor. Exzentermaschinen mit großem Hub bleiben unter zu großen Pads stehen, kleine Pads brauchen dort einen passend kleinen Teller, damit der Hub überhaupt sauber durchläuft. Der Rupes „D-A" Intermediate (9.DA Series B) ist zum Beispiel auf genau diese Maschinenfamilie abgestimmt. Welche Maschine welchen Hub fährt, steht bei den Poliermaschinen.
Drei Fragen führen zur Antwort: Wie tief sitzen die Defekte, wie hart ist der Klarlack, und mit welcher Maschine arbeitest du.
Bei leichten Waschkratzern und mattem Glanz auf einem gepflegten Fahrzeug reicht ein Durchgang. Das Koch-Chemie One Cut Foam Pad „Orange" ist dafür gebaut und liefert Abtrag und Finish in einem Schritt. Wer im SONAX-System bleibt, nimmt das SONAX PROFILINE ExzenterPad medium für dieselbe Aufgabe.
Bei tieferen Kratzern, Verwitterung oder einem harten Klarlack läuft es über zwei Schritte. Erst der grobe Schnitt mit dem Koch-Chemie Heavy Cut Foam Pad „Rot", danach das Antihologrammpad. Auf dunklen Lacken, die jede Spur zeigen, ist das Koch-Chemie Micro Cut Soft Foam Pad „Violett" der zweite Schritt, auf harten Lacken greifst du zur harten Variante desselben Pads.
Steht am Ende eine Versiegelung an, brauchst du ein Pad, das nichts mehr abträgt. Das Koch-Chemie Polish & Sealing Foam Pad „Grün" verteilt Finishpolitur und Versiegelung gleichmäßig und lässt die frisch polierte Fläche in Ruhe. Ein hartes Pad an dieser Stelle macht die Arbeit der letzten Stunde wieder auf.
Wenn du zum ersten Mal maschinell polierst, ist unsere Empfehlung unbequem und trotzdem richtig: Kauf lieber mehrere Pads einer Härte als je eines von allen. Beim ersten Fahrzeug brauchst du für eine Seite länger als geplant, und in dieser Zeit sättigt sich ein einzelnes Pad zuverlässig zu. Mit einem Stapel gleicher Pads bleibt das Ergebnis über das ganze Fahrzeug konstant.
Bleibt die Frage nach dem Zeitpunkt. Poliert wird nicht nach Kalender, sondern wenn Kratzer im Streiflicht stören, und immer erst nach vollständiger Dekontamination. Ein Eisenpartikel unter dem Pad wird zum Fräser und zieht dir eine Spur quer über das Panel. Den kompletten Ablauf vom Waschen bis zur Versiegelung findest du unter Polieren.
Und wenn du das Zusammenspiel suchst: Die passenden Schleifmittel stehen unter Politur, die Antriebe unter Poliermaschinen, der Überblick über alle drei Bausteine unter Polieren. Das Pad ist davon der Teil, den du am häufigsten wechselst und am seltensten ernst genug nimmst.
Zu viel Auswahl? Lass dir bei Polierpads & Schleifschwämme helfen: