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Lederkleber & Nahtreparatur von COLOURLOCK

(2 products)
Lederkleber und Nahtreparatur von COLOURLOCK verbinden Risse, gelöste Kanten und Hinterklebungen im Leder dauerhaft und bleiben dabei elastisch: COLOURLOCK "Leather Glue" (Solvent Free) lösemittelfrei für Fläche und Verstärkungsgewebe, COLOURLOCK "Rep Glue" in der Pinselflasche für punktgenaue Fixierungen. Entwickelt aus der Lederreparatur-Praxis seit 1995, heute unter dem Dach von Koch-Chemie. Eine aufgegangene Naht bei heilem Leder gehört genäht.

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  • Risse von hinten tragen mit dem Lederkleber von COLOURLOCK

    Was ist der Lederkleber von COLOURLOCK? Spezialkleber aus der Lederreparatur-Praxis, die Risse, gelöste Kanten und Hinterklebungen dauerhaft verbinden und dabei elastisch bleiben — COLOURLOCK "Leather Glue" (Solvent Free) lösemittelfrei für Fläche und Gewebe, COLOURLOCK "Rep Glue" mit Pinsel für den Punkt.


    Lederkleber von COLOURLOCK ist die Klebe-Abteilung der Reparaturlinie, die seit 1995 im Lederzentrum für Sattler und Aufbereiter entstanden ist und heute unter dem Dach von Koch-Chemie läuft. Die Kleber lösen eine Aufgabe, an der jeder Alleskleber scheitert: Sie sollen auf einem Material halten, das sich bei jeder Bewegung dehnt und wieder zusammenzieht. Deshalb trocknen sie transparent auf und bleiben dauerhaft elastisch, statt zur harten Naht auszuhärten.

    • Die Klebestelle bewegt sich mit. Die Basis ist eine wasserbasierte Polymerdispersion: lange Polymerketten schwimmen im Wasser, rücken beim Trocknen zusammen und verhaken sich mit den offenen Kollagenfasern auf der Lederrückseite. Merkst du daran: Die reparierte Wange fühlt sich beim Einsteigen nicht steifer an als das Leder daneben.
    • Der Kleber verbindet, das Gewebe trägt. Ein klaffender Riss wird nicht Kante an Kante zusammengezogen, sondern von hinten unterfüttert — ein zugeschnittenes Verstärkungsgewebe nimmt den Zug auf, der Kleber hält es an der Lederrückseite. Damit landet die Last im Gewebe statt in der Klebefuge.
    • Lösemittelfrei heißt: Arbeiten im geschlossenen Innenraum. COLOURLOCK "Leather Glue" (Solvent Free) trocknet ohne Lösemittelgeruch auf und greift das Leder nicht an. Praktisch: Du reparierst die Rückbank bei geschlossener Tür, ohne den ganzen Nachmittag durchlüften zu müssen — und ohne Härtezonen im Leder rund um die Klebestelle.

    Praxistipp von Detailing1: Der teuerste Fehler beim Lederkleben ist Stoß auf Stoß. Zwei Risskanten werden aneinandergeschoben, verklebt, sehen am Abend perfekt aus — und reißen nach ein paar Wochen exakt in der Fuge wieder auf, weil die schmale Klebenaht die komplette Zugkraft allein trägt. Bei uns kommen solche Anfragen fast immer von der Fahrer-Seitenwange, wo bei jedem Einstieg das ganze Körpergewicht über die Kante rutscht. Richtig ist der Umweg: ein Stück Verstärkungsgewebe rund einen Zentimeter breiter zuschneiden als der Riss lang ist, mit einer stumpfen Pinzette durch die Öffnung unter das Leder schieben, glatt streichen und erst dann sehr dünn Kleber zwischen Gewebe und Lederrückseite geben. Der Riss ist danach immer noch sichtbar, er hält nur.


    Leder klebt man beweglich, nicht fest

    Ein Riss im Autositz steht unter Zug, und zwar bei jedem Ein- und Aussteigen. Ein Kleber, der glashart aushärtet, hebt diesen Zug nicht auf, er verschiebt ihn nur an seine eigene Kante.

    Genau hier trennt sich Lederkleber vom Alleskleber. Die COLOURLOCK-Rezepturen bilden beim Trocknen einen zusammenhängenden, dehnbaren Film, der sich mit der aufgerauten Faserseite des Leders verzahnt, statt als Lackschicht obenauf zu liegen. Übersetzt heißt das: Die Verbindung sitzt in der Faser, nicht auf ihr. Sie geht die Bewegung des Sitzes mit und muss sie nicht aushalten.

    In den Anfragen, die uns erreichen, liest sich der andere Weg immer gleich: Sekundenkleber drauf, hält sofort bombenfest, nach zwei, drei Wochen ist die Stelle wieder offen — diesmal neben der alten Klebelinie, weil das starre Häutchen die weiche Faser daneben aufgeschnitten hat. Kontaktkleber aus der Baumarkt-Tube macht bei Kunstleder eine eigene Baustelle auf: Seine Lösemittel greifen die Kunststoffoberfläche an und lassen sie stumpf und leicht klebrig zurück, lange bevor die Klebung selbst nachgibt.

    Dazu kommen die Bedingungen im Auto, die kaum ein Universalprodukt einkalkuliert. Hinter der Scheibe wird es im Sommer heiß genug, dass weiche Klebstoffe wieder anfangen zu fließen; im Winter versprödet dieselbe Fuge. Reibung kommt täglich dazu. Ein Reparaturkleber wird deshalb nicht danach beurteilt, wie fest er am ersten Tag hält, sondern ob er nach tausend Einstiegen noch elastisch ist.

    Einer für die Fläche, einer für den Punkt

    Die beiden Lederkleber der Linie teilen sich die Arbeit nach Auftragsart, nicht nach Materialstärke. Beide kommen in der 20-ml-Flasche, beide bleiben nach dem Trocknen flexibel.

    COLOURLOCK "Leather Glue" (Solvent Free) ist der Kleber für Fläche und Gewebe. Er ist lösemittelfrei formuliert, riecht praktisch nicht und lässt sich mit einem feinen Pinsel gleichmäßig auf einer Hinterklebung verteilen, ohne dass die Schicht dick wird. Sein Einsatzgebiet: Risse und Löcher vorkleben oder hinterkleben, abstehende Lederkanten wieder anlegen, aufstehende Fasern niederlegen.

    COLOURLOCK "Rep Glue" sitzt in der Pinselflasche und ist damit auf den Punkt gebaut. Der Pinsel im Deckel bringt den Kleber genau dorthin, wo eine kleine Beschädigung fixiert werden soll — eine gelöste Ecke am Bezug, ein abgeplatztes Lederstück, ein Flicken, der vor dem Spachteln stillhalten muss. Er dringt gut in die Faser ein und stabilisiert die Stelle, bevor Füllstoff und Farbe darüberkommen.

    Was beide voraussetzen, ist ein Untergrund, an dem sie überhaupt greifen können. Auf der Faserseite der Lederrückseite ist das meistens gegeben, an einer gelösten Sichtkante nicht: Dort liegen Hautfett, Pflegereste und Silikone aus Cockpit-Sprays als hauchdünner, wasserabweisender Film. Eine wasserbasierte Dispersion perlt darauf ab, statt einzuziehen. Vor dem Kleben also entfetten und vollständig trocknen lassen, bei glatten Kanten zusätzlich mit einem feinen Pad mattieren — das kappt aufstehende Fasern und vergrößert die Fläche, an der sich der Film festhält.

    Die praktische Regel dahinter: Fläche und Gewebe brauchen einen Kleber, den du kontrolliert dünn ausstreichen kannst. Punkt und Kante brauchen einen, der genau dort bleibt, wo du ihn absetzt. Wer nur ein Produkt anschaffen will, fährt mit dem lösemittelfreien breiter — die Hinterklebung ist die Reparatur, die über Halten oder Wiederaufreißen entscheidet, und sie ist der anspruchsvollere Auftrag.

    Eine aufgegangene Naht ist kein Klebefall

    Klebstoff und Nadel lösen zwei verschiedene Schäden. Wenn das Leder heil ist und nur der Faden entlang der Naht aufgegangen ist, gehört die Stelle vernäht — geklebt hält sie keine Saison.

    Der Grund liegt in der Geometrie. Eine Naht führt zwei Lederteile stumpf zusammen und verteilt die Zugkraft über Dutzende Einstiche auf mehrere Zentimeter. Eine Klebefuge an derselben Stelle konzentriert dieselbe Kraft auf eine millimeterschmale Linie in der Sitzfalte, also genau dort, wo das Leder sich bei jedem Hinsetzen faltet. Sattler nähen solche Nähte mit einem Sattlerstich von Hand nach, häufig ohne den Bezug abzuziehen. Für einen Fahrersitz ist das eine überschaubare Position, und wir empfehlen sie ausdrücklich, statt Kleber in eine offene Naht zu ziehen.

    Kleber ist zuständig, sobald das Leder selbst verletzt ist: ein Riss quer durch die Fläche, ein Loch, eine Kante, die sich von der Trägerplatte gelöst hat, ein Bezug, der an der Klebefalz abgegangen ist. Auch die Vorbereitung einer größeren Reparatur läuft über ihn — ein Flicken, der später überspachtelt und gefärbt wird, muss erst einmal sitzen.

    Eine Naht bleibt auch im weiteren Verlauf ein Sonderfall. Wird die Fläche nach der Reparatur nachgefärbt, sollen Nähte und geprägte Logos ihre ursprüngliche Farbe behalten, statt mitlackiert zu werden. Dafür gibt es das Nahtschutz-Gel: Es wird vor dem Farbauftrag auf den Faden gelegt, hält die Farbe von der Naht fern und wird danach wieder entfernt. Kontrastnähte in hellem Garn auf dunklem Leder überleben eine Färbung sonst nicht.

    Hinterkleben heißt dünn auftragen und Druck geben

    Der Ablauf ist kurz, die Fehler stecken in der Dosierung. Fläche reinigen und vollständig trocknen lassen, Gewebe zuschneiden, unter das Leder schieben, dünn kleben, antrocknen lassen, mit Druck verbinden.

    Sehr dünn ist dabei wörtlich gemeint. Wir haben das an einer Probefläche aus dünnem Nappa bewusst übertrieben: großzügig aufgetragen, wandert der Kleber durch die offenen Poren an die Oberfläche und trocknet dort als dunkler, leicht glänzender Fleck aus, der sich nicht mehr wegnehmen lässt. Zwei magere Durchgänge kosten weniger Zeit als ein Fleck, der anschließend überfärbt werden muss. Überschüsse lassen sich im nassen Zustand mit einem feuchten Tuch abnehmen; sobald der Film steht, wird es Arbeit.

    Zur Trockenzeit: Je nach Schichtstärke sind rund 30 bis 120 Minuten realistisch, bis die Klebung ansprechbar ist, die vollständige Durchhärtung dauert länger. Belastbar ist die Stelle erst danach — und erst dann kommen Füllstoff, Farbe und Top Coat darauf. Wer den Sitz vorher wieder benutzt, zieht die frische Verbindung auseinander, bevor sie ihre Endfestigkeit erreicht hat. Beide Kleber wollen außerdem frostfrei und nicht in der Sonne gelagert werden; einmal durchgefroren, ist eine wasserbasierte Dispersion nicht mehr zu retten.

    Zwei Handgriffe gehören noch dazu. Vor dem ersten flächigen Einsatz prüfst du an einer verdeckten Stelle, ob sich Optik oder Griff verändern — die Falzunterseite des Sitzes oder die Rückseite einer Kopfstütze reichen dafür. Und für alles, was danebengeht oder von einer alten Reparatur übrig ist, gibt es den Klebstoffentferner, der auch ausgehärtete Sekundenkleberreste wieder von der Oberfläche holt, bevor du sauber neu ansetzt.

    Wo wir vom Selberkleben abraten

    Eine Zone ist gesperrt, und dort geht es nicht um Optik. In den Außenwangen vieler Sitze sitzen die Sollbruchnähte der Seitenairbags. Verklebt, vernäht oder mit Füllstoff blockiert, verändert sich ihr Aufreißverhalten im Ernstfall — diese Nähte gehören ausschließlich in einen zertifizierten Fachbetrieb.

    Perforiertes Leder in klimatisierten Sitzen ist der zweite Fall. Kleber läuft in die Lochmatrix, quillt die ungeschützten Schnittkanten im Lochinneren auf und setzt die Perforation zu. Wir haben das auf einem ausgebauten Sitzkissen gegengeprüft: Die verstopften Löcher fielen am Ende deutlich stärker auf als der Riss, um den es ging, und die Sitzbelüftung war an dieser Stelle tot. Offenporiges Anilinleder verhält sich ähnlich unversöhnlich — es saugt den Kleber auf und dunkelt großflächig nach.

    Strukturell endet die Selbstreparatur dort, wo nicht nur das Leder gerissen ist. Ist das Trägergewebe unter der Einstiegswange durch und der Schaum darunter gebrochen, findet eine Hinterklebung nichts mehr, woran sie ziehen könnte. Dieses Segment tauscht ein Sattler. Dasselbe gilt für großflächige Verklebungen ganzer Bezüge über eine Trägerplatte: Dafür sind diese Reparaturkleber nicht gemacht, sie sind auf Risse, Kanten und Flicken ausgelegt und ersetzen keinen Kontaktkleber für Laminierungen.

    Und eine ehrliche Erwartung gehört dazu. Eine geklebte und hinterlegte Stelle hält, sie verschwindet nicht. Der Riss bleibt als feine Linie sichtbar, bis er gefüllt, strukturiert und gefärbt ist — und selbst dann erkennt man ihn bei Streiflicht, wenn man weiß, wo er war. Wer eine unsichtbare Reparatur erwartet, wird von jedem Kleber enttäuscht, unabhängig vom Hersteller.

    Welcher Kleber zu deinem Schaden passt

    Fang mit dem Finger an, nicht mit der Flasche. Lässt sich der Riss auseinanderziehen und du siehst das Trägergewebe darunter, ist es ein Fall für Hinterklebung mit COLOURLOCK "Leather Glue" (Solvent Free).

    Löst sich dagegen nur eine Kante, hebt sich ein Lederstück an oder muss ein kleiner Flicken für den nächsten Arbeitsschritt fixiert werden, ist COLOURLOCK "Rep Glue" der direktere Weg: Pinsel ansetzen, dünn absetzen, andrücken. Ist der Faden aufgegangen und das Leder heil, hilft kein Kleber, sondern eine Nadel oder ein Sattler.

    Nach dem Kleben ist die Reparatur nicht fertig, sie ist tragfähig. Was als Vertiefung stehen bleibt, schließen die Füllstoffe und Spachtel in dünnen Lagen, danach folgen Struktur, Farbe und Versiegelung. Die vorgelagerten Schritte — entfetten, bei sprödem Leder erst zurückfetten — und alle übrigen Produkte der Linie findest du eine Ebene höher: Zurück zu Reparatur von COLOURLOCK.

    Zwei Materialfälle laufen etwas anders. Kunstleder klebt sich grundsätzlich wie Leder, verträgt aber keine lösemittelhaltigen Baumarkt-Kleber — hier ist der lösemittelfreie die sichere Wahl, und ein Vortest an verdeckter Stelle bleibt trotzdem Pflicht, weil sich Oberflächenlacke je nach Hersteller unterschiedlich verhalten. Bei Taschen, Gürteln und Schuhoberleder gilt dieselbe Logik wie im Auto: Risse und Kanten sind ein Klebefall, eine aufgegangene Naht am belasteten Riemen gehört genäht, und die Laufsohle eines rahmengenähten Schuhs ist ohnehin Sache eines Schuhmachers.

    Der Satz, der die ganze Kategorie trägt, steht am Ende der Reparatur, nicht am Anfang: Eine Klebung hält nicht, weil der Kleber stark ist, sondern weil kein Zug auf ihr liegt. Jede Minute, die du in das Gewebe unter dem Leder steckst, ist besser investiert als jeder zusätzliche Tropfen darauf.

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